Jan Schultsz | Foto Marco Borggreve & Claire Thirion | Foto Agnese Blaubarde
Jan Schultsz | Foto Marco Borggreve & Claire Thirion | Foto Agnese Blaubarde
11. September 2021 | 19:00
35/27€

Krieg der Romantiker?

Claire Thirion, Violoncello | Jan Schultsz, Klavier

Eine Gegenüberstellung verschiedener Richtungen in der deutschen Romantik

 



Franz Liszt: Première Elégie S. 130 für Violoncello und Klavier
Franz Liszt: La Lugubre Gondola für Violoncello und Klavier
Jean Paul Ertel: aus deux suites pour le Piano: op. 26 Nr. 3: Scherzo Fantastique
Jean Paul Ertel: aus deux suites pour le Piano: op. 27 Nr. 3: Au Clair de Lune (Lac Léman)
Franz Liszt: Deuxième Elégie S. 131 für Violoncello und Klavier
Franz Liszt: ‘O du mein holder Abendstern’ aus ‘Tannhäuser’ von Wagner S. 380 bearbeitet für Violoncello und Klavier
Johannes Brahms: Cellosonate in e-Moll, op. 38 für Violoncello und Klavier

Claire Thirion und Jan Schultsz wagen den Versuch, die verschiedenen Strömungen der deutschen Romantik durch historisch fundierte Interpretationen zu vermitteln. Die Kristallisationspunkte der Auseinandersetzung sind der Weimarer Kreis um Franz Liszt mit dem Einfluss der von Robert Schumann gegründeten Neuen Zeitschrift für Musik einerseits und die Veröffentlichung einer Erklärung von Johannes Brahms, Julius Otto Grimm und Bernhard Scholz andererseits.
Liszt setze sich vehement für die zeitgenössische Musik ein. Seine zwölf symphonischen Dichtungen, einsätzige Werke, denen jeweils ein Programm, Vorwort oder Gedicht vorangestellt ist, wurden zum Zankapfel. Damit wollte Liszt seinen Zuhörern einen neuen Zugang zur Instrumentalmusik verschaffen. Sind die Richtungen, wie die Komponisten selbst behaupteten, tatsächlich so verschieden? Zu welchem Ergebnis kommt das Publikum durch die historische Aufführungspraxis heute?