Kultur in allen Ecken - der Schlossgarten heute

Seit dem Jubiläumsjahr 2020 lädt der Schlossgarten mit bunten Sitzwürfeln und großen, zum Teil begehbaren Kuben zum Verweilen ein.

Auf unterhaltsame Weise stellen wir hier unser vielschichtiges Kulturprogramm vor: die Kunstausstellungen und Konzerte, die Geschichte des Kulturdenkmals und seine wunderschöne Umgebung.

Lauschen Sie den Konzertmitschnitten aus dem Rittersaal, tauschen Sie in die Schlossgeschichte ein, lassen Sie die vergangenen Ausstellungen Revue passieren oder Ihre Seele inmitten der Natur in einer Hängematte baumeln!

Kleine Schlossbesucher graben gerne mal den Schlossgarten im Sandkasten um und zwei Hochbeete mit Kräutern verweisen auf seine ehemalige Funktion als Nutz- und Kräutergarten.

Historische Ansichten – der Schlossgarten anno dazumal

Auf den historischen Ansichten wird deutlich, dass das Schlossumfeld, der Schlossgarten und die äußere Gestalt von Schloss Achberg über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Veränderungen unterworfen war.

Die bislang älteste bekannte Ansicht (um 1700) zeigt Schloss Achberg nach dem Erwerb und der barocken Instandsetzung durch den Deutschen Orden. Unter Landkomtur Franz Benedikt von Baden (1644-1707) wurde das Schloss Ende des 17. Jahrhunderts zu einem repräsentativen Kleinod umgebaut. Der Schlossgiebel präsentiert sich auf dem Ölgemälde zeitgemäß als Schneckengiebel mit barocken geschwungenen Ornamenten und Voluten. Der Glockenturm ist von einer Zwiebelhaube bekrönt.

Zwischen dem Amtshaus und dem Schlossgarten (Gemüse- und Kräutergarten) steht ein kleines Verbindungshaus (Schreinerhaus?), von dem heute nur noch Fundamente unter der Erde geblieben sind. Auch die Wirtschaftsgebäude (u.a. Scheuern und Stallungen, Bad-, Wäsche- Hühner- und Kalkhaus) sind auf dem Gemälde noch gut zu erkennen. Direkt unterhalb des Schlosses befindet sich ein kleiner ummauerter Garten, der in barocker Manier geometrische Rasenflächen und in Kugelform geschnittene Bäumchen aufweist – allerdings aufgrund der Hanglage kaum zum Lustwandeln getaugt haben dürfte.

Lavierte Federzeichnung von R. Wiedmann, 1824
Lavierte Federzeichnung von R. Wiedmann, 1824. Sie zeigt Schloss, Amtshaus, Glockenturm und Schlossgarten sowie den Wirtschaftshof mit Wohnhaus und Stallungen. Die zum Schloss führende Brücke über den Tobel wurde im 19. Jh. wegen Baufälligkeit abgerissen.